20. Aug 2010
Ich bin jetzt seit ca. 2 ½ Tagen in Ludzi. Der Anfang war wirklich komisch und ungewohnt – hatte mir alles ein bisschen anders vorgestellt – aber mit der Zeit wird’s besser =) Waren heute das erste mal in einem Dorf (quasi um die Ecke) mit einer kleinen „Farm“, die den Menschen dort helfen soll, auf eigenen Beinen zu stehen. Zuerst haben wir uns die ganzen Bananenstauden, Maisfelder, Papayabäume, Tomaten- Erbsen und Bohnensträucher, Fischteiche usw angeguckt. Anschließend ging es weiter zu einem „Mushroom-Project“.... Die Frauen mischen die Samen zusammen mit Bananenstauden-Resten in einer kleinen Plastiktüte und hängen diese dann zum Trocknen in einen Speicher und nach einiger Zeit wachsen die Pilze aus der Plastiktüte heraus. Sehr interessanter Vorgang!!!
Danach wurden wir von allen Bewohnern mit Tanz und Gesang empfangen. Typische afrikanische Tänze und Gesänge natürlich! Und sogar die kleinen machen mit und freuen sich total. Wir waren mit 2 Amerikanerinnen unterwegs, die für irgendeine Organisation gegen Aids arbeiten und kleine Geschenke für die Bewohner mitgebracht hatten (Decken und Lollys). Nachdem wir dann beim Essen-austeilen geholfen haben, haben wir die Geschenke verteilt. So süß wie die kleinen sich freuen wenn sie einen Lolly bekommen. Jeder bedankt sich einzeln bei dir und gibt dir die Hand. Dann gab es als Dankeschön ihrerseits wieder einen Tanz! (und einen Hahn!) =)
Als wir gehen wollten, liefen uns ganz viele kleine Kinder hinterher... Sie lachen dich die ganze Zeit an. Und auch die Frauen bleiben stehen wenn du an ihnen vorbei läufst und fragen dich jedes Mal wie es dir geht! Leider reicht mein Chichewa noch nicht für mehr Kommunikation! ;) Ich arbeite daran!
21.Aug 2010
Wir waren heut das erste mal in Guilleme und haben die drei anderen Deutschen besucht. Los ging es mit einem Fahrradtaxi – Cabasa – und dann weiter mit einem Minibus. Bei dem Fahrradtaxi sitzt man auf dem Gepäckträger und ich dachte weil ich einen Rock an hatte, setze ich mich lieber im Damensitz auf den Gepäckträger. Der Mann hat mich aber dann darauf hingewiesen, dass ich breitbeinig sitzen soll (also ganz normal), da man sonst leicht runter fällt. – dann saß ich also breitbeinig im Rock(!!!) auf dem Gepäckträger... Nach der Hälfte der Strecke musste der Fahrer mich absetzen, weil mein Rock hochgerutscht ist und man zu viel Bein gesehen hat! =)
Einige Frauen am Straßenrand haben mich glaub ich ausgelacht weil ich unfähig war, mich in einem Rock auf den Gepäckträger zu setzen...
Der Minibus war dann als wir einsteigen wollten bereits besetzt und überfüllt aber laut Fahrer kann es wohl nicht voll genug werden. Also wurde gequetscht und gestapelt bis jeder irgendeinen Sitzplatz ergattert hatte. Beide Fahrten haben zusammen haben ungefähr 350-500 Kwacha gekostet, was ca. 2,50 Euro sind.
In Guilleme ist uns aufgefallen, dass David (der einzig männliche Teilnehmer) teilweise anders behandelt wird als wir Frauen. Er wird viel öfters angesprochen und gefragt ob er eine seiner Schwestern (damit sind wir gemeint) verkaufen – also verheiraten – will?! Es scheint als seien die Männer in der afrikanischen Gesellschaft schon noch etwas höher gestellt.....
Zum Abendessen gab es zum ersten Mal Fisch – mit Kopf und Flossen und allem drum und dran. Musste erstmal 10 Minuten lang alle Greten entfernen bevor man sich an den Fisch wagen konnte – aber das Ergebnis war ok ! - also nicht so schlimm wie erwartet....Generell ist das Essen hier ganz lecker. Es gibt zwar jeden Tag Maisbrei aber auch genügend Alternativen! (und fast immer Chicken!)
22./ 23. Aug 2010
Waren heute das erste Mal in der Messe. 1 ½ Stunden.... Aber es vergeht so schnell weil alle 5 Minuten ein Lied gesungen wird. Natürlich mit Trommeln!!!
Kann noch nicht soviel über den Gottesdienstablauf schreiben, da alles auf Chichewa war und wir kein Wort verstanden haben.... Aber generell sehr locker und musikalisch! Nur das Knien auf schmalen „Holzlatten“ wird nach der Zeit recht anstrengend.
Am nächsten Tag haben wir als wir auf unserer Terrasse saßen einen Chor singen hören. Der Chor hat fast direkt gegenüber von unserem Haus geprobt. Also sind wir hin und haben uns ca. 1 Stunde lang den Gesang angehört. Gemischter Chor – von jung bis alt! Versuche das Video mal online zu stellen, hoffe ihr könnt es öffnen.
Ich melde mich wieder, wenn was spannendes passiert ist, oder ich die Möglichkeit habe ins Internet zu kommen. Fange erst ab dem 6. September in der Schule an zu arbeiten – Ist also alles noch Eingewöhnungszeit gerade! Wollen nächste Woche mal zur Hauptstadt Lilongwe fahren....evtl sogar mit einem eigenen Fahrrad (falls wir etwas brauchbares finden)!
Verena (meine MitMaZ´lerin) hat übrigens auch einen Blog auf dem ihr gerne vorbeischauen könnt: verena-kumalawi.jimdo.com (wichtig: ohne www … )
geile sache! und schön, dass du dich meldest :) haben sich bestimmt schon viele sorgen gemacht (inkl. mir)... Du packst das! Liebe Grüße Henne
AntwortenLöschenSchön, dass Du heile angekommen bist!
AntwortenLöschenDann können wir ja jetzt mal die Weihnachtspost anfertigen, oder?
fühl dich gedrückt:)
wir denken an dich!