4. September:
Waren heute das erste Mal in der Hauptstadt Lilongwe.
Los ging es wie immer mit Cabasa, dann weiter mit Minibus fuer 1 1/2 Stunden. Auf engstem Raum sitzt man gequetscht bei 30 Grad Aussentemperatur und ohne Klimaanlage, umgeben von lauter Kindern, die einem auf den Schoss gesetzt werden und (noch) lebenden Huehnern. Die afrikanischen Personentransportmittel sind staendig heillos ueberfuellt und verkehrstechnisch gesehen eigentlich nicht mehr funktionstuechtig :)
An der Grenze des Distrikts wurden wir von der Polizei angehalten. Dann mussten wir alle einmal raus und es folgte eine Gepaeckkontrolle - es wird nach Schmuggel und illegal eingefuehrter Ware gesucht.
Danach koennen sich alle wieder neu sortieren und weiter geht die feucht froehliche Fahrt mit (Gott sei Dank) ordentlich Durchzug. Wir waren zu 5. unterwegs, mit den 3 anderen Deutschen aus Guilleme, und galten immernoch als Attraktion. Wurden von allen Seiten angesprochen und jeder wollte wissen, wo wir herkommen und was wir hier machen. In Lilongwe gings dann erstmal direkt zur Nationalbank Geld umtauschen. (Da der Kurs aber gerade nicht so gut war, nur das noetigste)! Danach ab zum Internetcafe - definitiv preiswerter und schneller als in Mchinji. Ich glaube ich habe fuer gut 40 Min gerade mal 175 Kwacha (noch nicht mal 1 Euro) bezahlt. Hab es leider trotzdem nicht geschafft Bilder oder Videos hochzuladen, aber das kommt jetzt hoffe ich....
Als wir dann aus dem Internetcafe kamen, wurden wir direkt von afrikanischen Haendlern umzingelt und haben zum ersten Mal (mehr oder weniger) erfolgreich verhandelt. Am Afrikanischen Markt folgten dann weitere Haendler, die staendig mit dir verhandeln, obwohl du gar nichts kaufen willst - EIGENTLICH!
Anschliessend gabs dann lecker Pizza in "Alibabas Imbiss" ! - Gut zu wissen, dass es einen Ort gibt, der einem wenigstens ein bisschen heimisch vorkommt :)
Der erste "Kulturschock" folgte dann im Supermarkt in Lilongwe. Vergleicht man den mit den Maerkten auf den Doerfern, denkt man nicht, dass beides nur 1 1/2 Stunden voneinander entfernt ist. Man bekommt fast alles / natuerlich zu Hammer Preisen, sobald es nicht aus dem eigenen Land kommt.
Zurueck zur Minibus-Haltestelle, wo man wiederum von 1000 verschiedenen Fahrern das beste Angebot auswaehlt und sich genauso gequetscht und ueberfuellt wieder auf den Heimweg macht....
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