Lilongwe ist die Hauptstadt Malawis und es leben zur Zeit etwa 350000 Menschen in der Stadt. Sie unterscheidet sich vielleicht mehr vom ländlichen Malawi, als von europäischen Städten. Natürlich gibt es in einer europäischen Stadt nicht so viele Minibusse, schwarze Menschen und unausgebaute Wege, aber betrachtet man allein die Möglichkeiten einzukaufen, Geld abzuheben und Essen zu gehen, werden die Unterschiede schon sehr gering. Geschäfte gibt es hier genauso wie in Deutschland auch. Sie heißen zwar nicht Aldi, Lidl oder Plus, sondern Metro, Peoples und Shoprite, man bekommt aber so gut wie alles in diesen Geschäften. Es ist kein Problem neben den einheimischen Sachen, wie vieles an Obst und Gemüse, Maismehl und Fleisch,... auch Dinge zu kaufen, die wir als Europäer als selbstverständlich betrachten, wie beispielsweise saemtliche Hygieneartikel. Aber auch Nudeln, Schokolade und auch Käse oder Alkohol findet man hier. Diese Dinge, die nicht in Malawi produziert werden können, sind dann jedoch auch um einiges teurer!!!
Außerdem gibt es in Lilongwe verschiedene Banken, Schuhgeschäfte, ein Postoffice, ...
Essen kann man in Schnellrestaurants, wie Alibaba und Mc Dauds (das ist kein Scherz!), oder aber auch in anderen Restaurants (italienisch, chinesisch,...). Eines haben diese Restaurants gemeinsam, man kann überall Nsima essen!
Woran man erkennt, dass man trotz des großen Angebots in Malawi ist?
Es gibt viele Bürgersteige und Wege, die nicht asphaltiert sind und Märkte, wo man nur hinkommt. Auf den Märkten kann man Schuhe, Kleidung, Schnitzereien, Obst, Gemüse, Chitenges, Chips (Fritten) und viele andere Dinge kaufen, die dann auch gehandelt werden. Das Handeln ist echt Übungssache, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und schafft es dann immer besser und schneller.
Außerdem laufen trotz der vielen Azungus (Weißen), die sich in Lilongwe knubbeln, doch überwiegend Schwarze herum. Auf den Märkten wird man ständig angesprochen und von einem zum anderen Stand geführt. Alle Händler versuchen ihre Ware zu verkaufen und das natürlich mit einem möglichst hohen Gewinn. Da kann es dann schon mal passieren, dass man für 50m 2 Stunden braucht. ;)
sonnenuntergang
Dienstag, 26. Oktober 2010
Tag der deutschen Einheit
Ja, ich hab es selbst kaum glauben wollen, aber es scheint, als ob man erst in ein afrikanisches Land reisen muss, um den Tag der deutschen Einheit zu feiern. Jedenfalls habe ich diesen Tag in Deutschland noch nie gefeiert.
Hier in Malawi bekamen wir im September per Email eine Einladung von der deutschen Botschaft, um diesen Tag gemeinsam am 04.10.2010 nachzufeiern. Diese Gelegenheit haben wir genutzt und uns in Lilongwe mit den anderen MAZlern aus Guilleme und Madisi getroffen. Gemeinsam haben wir uns zwei schöne Tage in der Hauptstadt Malawis gemacht und waren an einem Abend in der Residenz des Botschafters.
Auf diesem Grundstück hat uns dann schließlich nichts mehr an Malawi erinnert und anfangs fühlten wir uns auch etwas fehl am Platze neben den ganzen anzugstragenden Geschäftsmännern.
Die Feier fand im Garten statt und begann mit zwei Reden des Botschafters und eines Vertreters des malawischen Präsidenten. Außerdem wurden sowohl die malawische, als auch die deutsche Nationalhymne gespielt und gesungen. Danach gab es kein Programm mehr, aber es wurden Würstchen gegrillt, Kleinigkeiten, wie Hackbällchen oder Samosas (mit Hackfleisch, Kartoffeln oder Reis gefüllte Blätterteigtaschen), sowie Getränke gereicht und eine Band hat gespielt.
Zur Erinnerung an die Berliner Mauer standen im Garten zwei bemalte Holzwände, auf die alle eingeladen waren zu unterschreiben.
An diesem Abend haben wir schießlich noch zwei Lehrer von einem Gymnasium in Köln kennengelernt. (So klein ist die Welt!)
Das Zurückkommen zur Unterkunft erwies sich dann jedoch als etwas kompliziert, denn da merkte man dann doch wieder, dass man in Malawi ist. Letztendlich haben wir eine Stunde vergebens auf ein bestelltes Taxi gewartet und wurden letztendlich glücklicherweise von einem anderen Gast weggebracht.
Insgesamt war es aber ein schöner Abend und ich glaube, dass ich eine solche Feier (in diesem Kreis) in Deutschland nie mitbekommen werde.
Hier in Malawi bekamen wir im September per Email eine Einladung von der deutschen Botschaft, um diesen Tag gemeinsam am 04.10.2010 nachzufeiern. Diese Gelegenheit haben wir genutzt und uns in Lilongwe mit den anderen MAZlern aus Guilleme und Madisi getroffen. Gemeinsam haben wir uns zwei schöne Tage in der Hauptstadt Malawis gemacht und waren an einem Abend in der Residenz des Botschafters.
Auf diesem Grundstück hat uns dann schließlich nichts mehr an Malawi erinnert und anfangs fühlten wir uns auch etwas fehl am Platze neben den ganzen anzugstragenden Geschäftsmännern.
Die Feier fand im Garten statt und begann mit zwei Reden des Botschafters und eines Vertreters des malawischen Präsidenten. Außerdem wurden sowohl die malawische, als auch die deutsche Nationalhymne gespielt und gesungen. Danach gab es kein Programm mehr, aber es wurden Würstchen gegrillt, Kleinigkeiten, wie Hackbällchen oder Samosas (mit Hackfleisch, Kartoffeln oder Reis gefüllte Blätterteigtaschen), sowie Getränke gereicht und eine Band hat gespielt.
Zur Erinnerung an die Berliner Mauer standen im Garten zwei bemalte Holzwände, auf die alle eingeladen waren zu unterschreiben.
An diesem Abend haben wir schießlich noch zwei Lehrer von einem Gymnasium in Köln kennengelernt. (So klein ist die Welt!)
Das Zurückkommen zur Unterkunft erwies sich dann jedoch als etwas kompliziert, denn da merkte man dann doch wieder, dass man in Malawi ist. Letztendlich haben wir eine Stunde vergebens auf ein bestelltes Taxi gewartet und wurden letztendlich glücklicherweise von einem anderen Gast weggebracht.
Insgesamt war es aber ein schöner Abend und ich glaube, dass ich eine solche Feier (in diesem Kreis) in Deutschland nie mitbekommen werde.
Malawisee - Senga Bay
Während ihr anfangt eure Winterreifen auf die Autos zu ziehen, morgens Scheiben kratzt und abends mit Pullovern im warmen, geheitzten Wohnzimmer sitzt, gehen wir hier morgens um 5.30 Uhr im See schwimmen, bekommen mittags bei über 40°C Sonnenbrand und verbrennen uns auf dem heißen Sand die Füße.
Am Freitag war hier in Malawi Muttertag und daher schulfrei. Das haben wir genutzt und sind am Donnerstag Richtung See (Senga Bay im Distrikt Salima) aufgebrochen. In ganz Malawi ist zwar jetzt Sommer und hier in Ludzi ist es auch teilweise geschätzte 40°C warm aber auf dem Weg zum See wurde es immer heißer und irgendwann kam uns auch nur noch warmer Fahrtwind entgegen. Daher sind wir dann auch direkt nach der Ankunft in unserer Unterkunft und dem Zimmerbeziehen in den See gesprungen. Wir haben eine Abkühlung erwartet, aber das Wasser war nicht besonders kühl.
Die Sonne geht hier inzwischen um 5.15 Uhr auf und weil wir schon mal am See waren, wollten wir uns diesen Anblick nicht entgehen lassen und sind deshalb immer früh aufgestanden. Daher hat sich auch das Morgenschwimmen ergeben. Über Tag, besonders in der Mittagszeit wurde es so heiß und die Sonne so stark, dass ich trotz Eincremens im Zweistunden-Takt einen leichten Sonnenbrand bekommen habe. Der Sand, der größtentelis sehr hell, in manchen Bereichen direkt am/im Wasser aber auch fast schwarz war, hat sich mittags wirklich so sehr aufgeheizt, dass wir nicht länger als 5 Sekunden darauf stehen konnten und die 30 m bis zum Wasser zu weit waren, um barfuß drüber zu laufen, außer man hatte Lust neben dem Sonnenbrand auch Brandblasen unter den Füßen zu bekommen.
Samstag sind wir nachmittags mit ein paar Malawiern mit einem Fischerboot zu einer Lagune gefahren. So wie sie erzählt hatten sollte es dort Nilpferde geben, wir hatten aber inzwischen von dem Besitzer der Unterkunft schon erfahren, dass in den letzten 8 Jahren 6 mal Nilpferde in Senga Bay gesehen wurden. Wir haben diesen Ausflug aber trotzdem genutzt, um uns eine Lagune anzugucken und mit einem Boot aufs Wasser zu fahren. Die Lagune war im Vergleich zum restlichen Strand sehr grün und bewachsen und wir haben bei diesem Ausflug den Sonnenuntergang gesehen, was wir sonst nicht miterlebt hätten, weil wir ja auf der Westseite des Sees waren.
Sonntags haben wir den Morgen noch zum Schwimmen genutzt und die Wellen, die an den anderen Tagen nicht da waren, weil der Wind nur am letzten Tag so stark war, genossen. Danach haben wir uns auf den 200 km langen, 6-stündigen Rückweg über Salima und Lilongwe nach Ludzi gemacht. In Salima haben wir noch schnell ausgenutzt, dass das Klima im Osten des Landes etwas anders ist, als im Westen und Mangos gegessen, die bei uns noch nicht reif sind.
Glücklich mit vielen Erinnerungen und sehr vielen Fotos bepackt, kamen wir dann abends wieder zu Hause an.
Am Freitag war hier in Malawi Muttertag und daher schulfrei. Das haben wir genutzt und sind am Donnerstag Richtung See (Senga Bay im Distrikt Salima) aufgebrochen. In ganz Malawi ist zwar jetzt Sommer und hier in Ludzi ist es auch teilweise geschätzte 40°C warm aber auf dem Weg zum See wurde es immer heißer und irgendwann kam uns auch nur noch warmer Fahrtwind entgegen. Daher sind wir dann auch direkt nach der Ankunft in unserer Unterkunft und dem Zimmerbeziehen in den See gesprungen. Wir haben eine Abkühlung erwartet, aber das Wasser war nicht besonders kühl.
Die Sonne geht hier inzwischen um 5.15 Uhr auf und weil wir schon mal am See waren, wollten wir uns diesen Anblick nicht entgehen lassen und sind deshalb immer früh aufgestanden. Daher hat sich auch das Morgenschwimmen ergeben. Über Tag, besonders in der Mittagszeit wurde es so heiß und die Sonne so stark, dass ich trotz Eincremens im Zweistunden-Takt einen leichten Sonnenbrand bekommen habe. Der Sand, der größtentelis sehr hell, in manchen Bereichen direkt am/im Wasser aber auch fast schwarz war, hat sich mittags wirklich so sehr aufgeheizt, dass wir nicht länger als 5 Sekunden darauf stehen konnten und die 30 m bis zum Wasser zu weit waren, um barfuß drüber zu laufen, außer man hatte Lust neben dem Sonnenbrand auch Brandblasen unter den Füßen zu bekommen.
Samstag sind wir nachmittags mit ein paar Malawiern mit einem Fischerboot zu einer Lagune gefahren. So wie sie erzählt hatten sollte es dort Nilpferde geben, wir hatten aber inzwischen von dem Besitzer der Unterkunft schon erfahren, dass in den letzten 8 Jahren 6 mal Nilpferde in Senga Bay gesehen wurden. Wir haben diesen Ausflug aber trotzdem genutzt, um uns eine Lagune anzugucken und mit einem Boot aufs Wasser zu fahren. Die Lagune war im Vergleich zum restlichen Strand sehr grün und bewachsen und wir haben bei diesem Ausflug den Sonnenuntergang gesehen, was wir sonst nicht miterlebt hätten, weil wir ja auf der Westseite des Sees waren.
Sonntags haben wir den Morgen noch zum Schwimmen genutzt und die Wellen, die an den anderen Tagen nicht da waren, weil der Wind nur am letzten Tag so stark war, genossen. Danach haben wir uns auf den 200 km langen, 6-stündigen Rückweg über Salima und Lilongwe nach Ludzi gemacht. In Salima haben wir noch schnell ausgenutzt, dass das Klima im Osten des Landes etwas anders ist, als im Westen und Mangos gegessen, die bei uns noch nicht reif sind.
Glücklich mit vielen Erinnerungen und sehr vielen Fotos bepackt, kamen wir dann abends wieder zu Hause an.
Samstag, 23. Oktober 2010
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