Während ihr anfangt eure Winterreifen auf die Autos zu ziehen, morgens Scheiben kratzt und abends mit Pullovern im warmen, geheitzten Wohnzimmer sitzt, gehen wir hier morgens um 5.30 Uhr im See schwimmen, bekommen mittags bei über 40°C Sonnenbrand und verbrennen uns auf dem heißen Sand die Füße.
Am Freitag war hier in Malawi Muttertag und daher schulfrei. Das haben wir genutzt und sind am Donnerstag Richtung See (Senga Bay im Distrikt Salima) aufgebrochen. In ganz Malawi ist zwar jetzt Sommer und hier in Ludzi ist es auch teilweise geschätzte 40°C warm aber auf dem Weg zum See wurde es immer heißer und irgendwann kam uns auch nur noch warmer Fahrtwind entgegen. Daher sind wir dann auch direkt nach der Ankunft in unserer Unterkunft und dem Zimmerbeziehen in den See gesprungen. Wir haben eine Abkühlung erwartet, aber das Wasser war nicht besonders kühl.
Die Sonne geht hier inzwischen um 5.15 Uhr auf und weil wir schon mal am See waren, wollten wir uns diesen Anblick nicht entgehen lassen und sind deshalb immer früh aufgestanden. Daher hat sich auch das Morgenschwimmen ergeben. Über Tag, besonders in der Mittagszeit wurde es so heiß und die Sonne so stark, dass ich trotz Eincremens im Zweistunden-Takt einen leichten Sonnenbrand bekommen habe. Der Sand, der größtentelis sehr hell, in manchen Bereichen direkt am/im Wasser aber auch fast schwarz war, hat sich mittags wirklich so sehr aufgeheizt, dass wir nicht länger als 5 Sekunden darauf stehen konnten und die 30 m bis zum Wasser zu weit waren, um barfuß drüber zu laufen, außer man hatte Lust neben dem Sonnenbrand auch Brandblasen unter den Füßen zu bekommen.
Samstag sind wir nachmittags mit ein paar Malawiern mit einem Fischerboot zu einer Lagune gefahren. So wie sie erzählt hatten sollte es dort Nilpferde geben, wir hatten aber inzwischen von dem Besitzer der Unterkunft schon erfahren, dass in den letzten 8 Jahren 6 mal Nilpferde in Senga Bay gesehen wurden. Wir haben diesen Ausflug aber trotzdem genutzt, um uns eine Lagune anzugucken und mit einem Boot aufs Wasser zu fahren. Die Lagune war im Vergleich zum restlichen Strand sehr grün und bewachsen und wir haben bei diesem Ausflug den Sonnenuntergang gesehen, was wir sonst nicht miterlebt hätten, weil wir ja auf der Westseite des Sees waren.
Sonntags haben wir den Morgen noch zum Schwimmen genutzt und die Wellen, die an den anderen Tagen nicht da waren, weil der Wind nur am letzten Tag so stark war, genossen. Danach haben wir uns auf den 200 km langen, 6-stündigen Rückweg über Salima und Lilongwe nach Ludzi gemacht. In Salima haben wir noch schnell ausgenutzt, dass das Klima im Osten des Landes etwas anders ist, als im Westen und Mangos gegessen, die bei uns noch nicht reif sind.
Glücklich mit vielen Erinnerungen und sehr vielen Fotos bepackt, kamen wir dann abends wieder zu Hause an.
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